| Russland |
Das WochenendeDas Wochenende fing mit der Reise zu Auchan an. Wider Erwarten quälten wir uns durch Menschenmassen in der Metro, harrten des Weiterkommens im Stau stadtauswärts und chauffierten unser Einkaufswagerl durch die überfüllten Korridore des Riesengeschäfts. Diesmal war merkwürdigerweise mehr los als sonst. Gleich nach dem Eingang zu Ašan kommt einem schon jeglicher Weihnachtskitsch entgegen – türkise Plastiktannen, kleine Plastikschneemänner und -weihnachtsmänner, sowie Neujahrskühe. Was die Idee hinter den Neujahrskühen ist, hab ich noch nicht heraus gefunden. Aber ich werde mich auf jeden Fall damit eindecken. Freitag Abend stand ein gemeinsames Dinner mit Maija, Ally und Susanne am Programm – Hauptspeise Tortilla, Nachspeise Yellow Almond (ein Cocktail aus Amaretto, Vodka, Orangen- und Ananassaft). Einige Cocktails später fing die allwöchenendliche Diskussion darüber an, wohin wir fortgehen. Maija siegte wie immer und so brachen Maija, Susanne, Christian und ich ins Krizis Žanra auf. Später kamen dann noch unsere „Quebecoise-n“, begleitet von ihren amerikanischen Verehrern dazu und die Nacht wurde fortgetanzt. Gegen 6:00 morgens ging's kraftlos und mit schweren Gliedern, dafür mit Geldtasche nach Hause. - Schneefall vor dem historischen Museum -
Der Samstag war natürlich dementsprechend faul. Die Höchstleistung war ein Shoppingrundgang auf der Suche nach einer neuen Handtasche für mich. Die Alte hat sich in ihre Einzelteile aufgelöst. Zudem bummelten Maija und ich wieder einmal durch Izmajlovskij Rynok – ein Markt, voll von Matreški (die Puppe in der Puppe in der Puppe in der Puppe in der Puppe ...), Schals, Pelzmützen, Sovjetansteckern usw. für Touristen konzipiert. Rund um diesen Markt ist noch ein weiterer Markt für die RussInnen, in dem Kleidung, Wintermäntel, Schuhe, Taschen, Schmuck usw. usf. feil geboten werden. Sonntag ging's dann nach einem gemütlichen Vormittag ins Buchgeschäft. Christian und ich durchstöberten die unzähligen Regale im Dom knigi/ Haus des Buches und schafften es fast nicht mehr raus. Ich fand endlich Postkarten – wenn jemand glaubt, es wäre leicht hier annehmbare Postkarten zu finden, so täuscht er sich. Außerdem dachte ich mir, dass ein Stadtplan nicht schaden könnte. Der wäre gleich zu Beginn wahrscheinlich nützlicher gewesen, aber bei meinem Talent mich in dieser Stadt zu Verirren brauche ich ihn sicher wieder einmal. Abends gingen Maija, Christian und ich noch gemütlich auf einen Tee und eine Wasserpfeife ins Café Kal'jan. Ziemlich spät fielen wir dann ins Bett um halbwegs fit für die kommende Woche zu sein.
- 25.11.2008 - Schreibe einen Kommentar
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